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Ein Paradigmenwechsel

Früher war es selbstverständlich, aus dem Glauben an Autoritäten heraus zu lernen und zu handeln. Da ging es darum, im Leben etwas zu leisten, um dadurch einen Wert zu bekommen. Konkurrenz, Gewinnorientierung und hierarchische Strukturen wurden allgemein als sinnvoll oder zumindest als nötig erachtet. Heute findet ein Paradigmenwechsel statt.

Zusammenarbeit statt Konkurrenz

Vielfältige und neue Formen der Zusammenarbeit, Vernetzung, ein Wechselspiel zwischen globalem und lokalem Denken, Multitasking, eine neue, ausgeprägte Fähigkeit zur Autodidaktik, Strukturen ohne Hierarchie, ein neues Zusammenwirken von weiblichen und männlichen Qualitäten, Autonomie und intuitive Fähigkeiten zeichnen diese neue Kommunikationsdimension aus. In vielen Lebensbereichen kommen ganz neue Phänomene zum Vorschein: Initiative Menschen begegnen und organisieren sich auf Augenhöhe, wollen Fülle und Überfluss nicht nur für sich behalten, sondern anderen zur Verfügung stellen und bedürfnisorientiert teilen. Es gibt inzwischen eine große Anzahl von Initiativen, die ohne Gewinnorientierung, Konkurrenz und hierarchische Strukturen auskommen, wie zum Beispiel Open Source Software, Wikipedia, lokale Währungen, der Malort von Arno Stern, Crowd Funding, Urban Gardening und die Freilerner.

Eine neue Schule?

Die Kinder und Jugendlichen sind in diese neue Kommunikationsdimension ganz selbstverständlich hinein geboren. Ein Teil der Probleme, mit der die Schule heute kämpft, liegt begründet in der Tatsache, dass die meisten Erwachsenen noch in einer alten Dimension kommunizieren und denken. Die Grundlagen der traditionellen Schule verhalten sich zu den Ausgangspunkten dieser neueren Denk- und Lebensart wie ein Sprechrohr zu einem Smartphone. Es liegt ein Quantensprung dazwischen.

Vom Knowhow zum KnowNow

In unserer Erziehung, unserer Schule, kurz, durch unser Bildungsystem sind wir vielfach geprägt von dem Gedanken, dass wir lange etwas zu lernen haben, bevor wir unser Ziel erreichen. Normierte Lernvorgänge und Aneignung von Fachwissen prägten unsere Schulen und Ausbildungen. So haben wir gelernt, Durststrecken zu ertragen und unsere natürlichen Bedürfnisse zu überhören in der Hoffnung, später ein gutes Leben zu erlangen, wenn wir erst das richtige Knowhow haben.

Die Notwendigkeit für eine neue Herangehensweise

Viele Errungenschaften unserer modernen Zivilisation haben wir dieser Art zu denken und zu leben zu verdanken. Gleichzeitig sind heute die ökologischen Grenzen und ökonomischen Auswüchse dieser durch das männliche Prinzip geprägten Denk- und Lebensart deutlich zu erleben. Die Notwendigkeit, dass eine völlig andere Herangehensweise dazu kommt, wird heute von vielen, besonders von der jüngeren Generation erlebt.

KnowNow!

Diese andere Herangehensweise geht u.a. davon aus, dass ich in jedem Moment alles zur Verfügung habe, um meine nächsten Schritte gehen zu können, und dass ich sie autonom gehen kann. Hier und Jetzt. KnowNow!